sipgate Alternative: Wenn die Telefonanlage den Anruf nur weiterleitet, statt ihn zu retten
Zwei völlig verschiedene Wechselgründe – und warum die meisten Betriebe den teureren davon gar nicht messen.

Johannes Gut
6 Min. Lesezeit
sipgate ist eine Cloud-Telefonanlage: Sie nimmt Anrufe an, verteilt und leitet sie weiter. Wer eine Alternative sucht, sucht meist eines von zwei Dingen – entweder einen anderen Telefonie-Anbieter zum ähnlichen Preis, oder ein System, das den Anruf auch dann noch verarbeitet, wenn niemand abhebt. click.tools ist das Zweite und ersetzt keine Nebenstellenanlage.
Das Wichtigste in Kürze
sipgate startet bei 12,95 € pro Nutzer und Monat (business S, netto, mindestens zwei Nutzer, Stand 29.07.2026). Dafür bekommst du Telefonie – CRM, Terminbuchung und Marketing-Automatisierung sind nicht Teil des Pakets.
Es gibt zwei Wechselgründe, und sie führen zu völlig verschiedenen Alternativen: günstiger oder komfortabler telefonieren – oder aufhören, Anrufe zu verlieren.
Die Zahlen zu verpassten Anrufen, die im Netz kursieren („22 % aller Anrufe“, „67 % hinterlassen keine Nachricht“), ließen sich bei der Recherche zu diesem Artikel nicht bis zu einer nachprüfbaren Primärquelle zurückverfolgen. Miss lieber deine eigenen.
click.tools setzt dort an, wo die Telefonanlage aufhört: KI-Annahme, automatischer Rückruf, Eintrag ins CRM, Terminvorschlag. Wer eine klassische Nebenstellenanlage mit Durchwahlen braucht, bleibt besser bei einer Telefonanlage.
Was sipgate kostet – und wo der Preis endet
Fangen wir mit den Zahlen an, weil danach die meisten suchen. sipgate hat drei Business-Tarife für die Cloud-Telefonanlage, alle netto, alle mit mindestens zwei Nutzern abgerechnet. Dazu kommt seit einiger Zeit ein eigenes KI-Produkt, das separat berechnet wird. Und weil click.tools an einer anderen Stelle ansetzt, stellen wir die eigenen Preise gleich mit daneben – damit du siehst, dass das keine zwei Angebote für dieselbe Sache sind.
Angebot | Preis (netto, Stand 29.07.2026) | Wofür gedacht |
|---|---|---|
sipgate business S | 12,95 € pro Nutzer/Monat, ab 2 Nutzern | Telefonie mit zwei Anschlüssen je Nutzer, Festnetz ab 0,84 ct/Min. |
sipgate business L | 17,95 € pro Nutzer/Monat | Zusätzlich Festnetz-Flatrate Deutschland, Warteschleife, Sprachmenü |
sipgate business XL | 22,95 € pro Nutzer/Monat | Zusätzlich Festnetz-Flatrate EU |
sipgate AI Agents Medium | 74,95 €/Monat, 300 Minuten inklusive, danach 0,25 €/Min. | KI-Anrufannahme, gedacht für 1–10 Anrufe am Tag |
click.tools Professional | 97 €/Monat, 1 Nutzer, Kommunikation nach Verbrauch | CRM, Terminbuchung, Formulare, E-Mail, SMS, WhatsApp, Automatisierung |
click.tools Unlimited | 197 €/Monat, 3 Nutzer | Zusätzlich Webchat, Funnels, Umfragen, Social-Media-Planung |
click.tools Enterprise | 397 €/Monat, 10 Nutzer | Zusätzlich unbegrenzte KI-Nutzung inklusive Sprach-KI |
Was in den sipgate-Tarifen nicht drin ist, steht nirgends fett auf der Preisseite, ist aber der eigentliche Punkt: kein CRM (nur Anbindung an fremde Systeme über die kostenpflichtigen App-Stufen), keine Terminbuchung, keine Marketing-Automatisierung. Das ist kein Vorwurf – sipgate baut eine Telefonanlage und macht das ordentlich, monatlich kündbar und mit 30 Tagen Testphase. Es heißt nur: Der Anruf endet dort, wo er angenommen wurde.
Zwei Arten von sipgate-Alternative – welche suchst du?
Hier trennen sich die Wege, und es lohnt sich, ehrlich zu sein, bevor du dir zehn Vergleichsseiten durchliest. Es gibt zwei Gründe, warum jemand nach einer Alternative sucht, und sie haben fast nichts miteinander zu tun.
Dein Wechselgrund | Was du eigentlich suchst | Was passt |
|---|---|---|
Zu teuer, zu unflexibel, Support passt nicht | Eine andere Cloud-Telefonanlage | Klassische Anbieter wie Placetel oder easybell |
Anrufe gehen verloren, niemand hebt ab | Ein System, das den Anruf annimmt und weiterverarbeitet | click.tools |
Kundendaten liegen überall verstreut | CRM plus Kommunikation an einem Ort | click.tools |
Sehr großes Anrufvolumen, viele Durchwahlen | Eine vollwertige Nebenstellenanlage | Bei sipgate oder vergleichbaren Anbietern bleiben |
Fällst du in die erste oder die vierte Zeile, sparst du dir den Rest dieses Artikels – dann brauchst du wirklich eine Telefonanlage und keine Plattform. Die Zeilen zwei und drei sind der Grund, warum wir diesen Text überhaupt geschrieben haben. Denn der Verlust, um den es dort geht, taucht in keiner Rechnung auf.
Der teuerste Anruf ist der, den niemand zählt
Kennst du bestimmt selber: Es klingelt, keiner kann ran, die Mobilbox springt an, „bitte versuchen Sie es später erneut“. Und dann? Der verbreitetste Denkfehler in dieser Sache lautet: Wer wirklich will, ruft schon zurück. In der Praxis stimmt das oft nicht. Wer beim zweiten oder dritten Versuch nicht durchkommt, ruft irgendwann beim Nächsten an. Der Kunde ist dann weg – und der Betrieb erfährt es nie.
Fakt ist: Die meisten Betriebe messen sauber, wie viele Anrufe reinkommen und was daraus geworden ist. Die verpassten Anrufe sieht dagegen kaum jemand in Zahlen. Genau dort liegt der Verlust, und weil er unsichtbar ist, wird er nicht angegangen. Tracking ist bei diesem Thema das A und O – nicht als Kennzahl fürs Reporting, sondern weil du sonst über ein Problem entscheidest, dessen Größe du nicht kennst.
Warum wir dir hier keine Prozentzahl liefern
Es kursieren zwei Zahlen zu diesem Thema durchs Netz: dass in kleinen und mittleren Betrieben 22 Prozent aller eingehenden Anrufe unbeantwortet bleiben, angeblich nach einer Studie der Deutschen Telekom, und dass 67 Prozent der Anrufer auflegen, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Beide Zahlen ließen sich bei der Recherche zu diesem Artikel nicht bis zu einer nachprüfbaren Veröffentlichung zurückverfolgen – auffindbar waren nur Blogbeiträge von Anbietern, die sich gegenseitig zitieren. Deshalb stehen sie hier nicht als Beleg, sondern als Warnung: Rechne nicht mit fremden Prozentzahlen, sondern schau dir eine Woche lang deine eigenen an.
Was sich dagegen belegen lässt, ist die Wirkung von Geschwindigkeit: Wer sich innerhalb von fünf statt dreißig Minuten meldet, hat laut einer Auswertung von über 15.000 Leads eine 21-fach höhere Chance, den Kontakt überhaupt zu qualifizieren (Oldroyd/InsideSales, MIT-Studie 2007). Das gilt für Formularanfragen genauso wie für Rückrufe. Und genau hier liegt der Haken an der reinen Weiterleitung: Sie verschiebt den Anruf nur, beantwortet hat sie ihn nicht.
Was passiert, wenn statt der Mobilbox jemand abhebt
An dieser Stelle setzt click.tools an. Nicht als Telefonanlage, sondern als das, was nach dem Klingeln passiert: Eine KI-Telefonassistenz nimmt den Anruf an, wenn im Betrieb niemand rangeht, fragt das Anliegen ab, legt den Kontakt im CRM an, schlägt bei Bedarf einen Termin aus dem Kalender vor und stößt den Rückruf an. Der Anruf ist damit nicht gerettet, weil jemand schneller war – sondern weil er gar nicht erst ins Leere gelaufen ist. Wie sich das im Alltag anfühlt, haben wir im Artikel zu verpassten Anrufen ausführlicher beschrieben.
Zwei Beobachtungen aus unseren eigenen Projekten, ausdrücklich als Erfahrungswerte und nicht als Studie: Erstens ist der Antrieb bei Wechslern selten das Sparen. Ein Anbieter aus dem Bildungsbereich ist zu uns gewechselt, weil das Vertriebsteam Unterstützung brauchte – nicht, weil Menschen ersetzt werden sollten. Zweitens, und das hat uns selbst überrascht: Anrufer erzählen der KI teilweise mehr als einem Menschen. Auch aus Neugier – sie wollen austesten, was sie kann, ob sie wirklich zuhört, ob sie alles beantwortet. Die verbreitete Annahme, Kunden würden bei einer KI sofort auflegen, deckt sich nicht mit dem, was wir sehen. Am besten schaust du dir das einmal live an: im kostenlosen Workshop.
Wechseln heißt nicht umziehen
Der häufigste Einwand kommt sofort, wenn jemand bereits eine Telefonanlage hat: „Das ist doch aufwendig zu implementieren.“ Ist es nicht, weil du das alte System gar nicht über Bord werfen musst. Es reicht eine Weiterleitung aus deiner bestehenden Anlage – und die kannst du so eng ziehen, wie du willst. Zum Beispiel nur für den Fall, dass nach fünfmal Klingeln niemand abhebt. Alles andere läuft weiter wie bisher.
Das ist auch die Reihenfolge, die wir empfehlen: erst den einen Fall abdecken, der gerade weh tut, dann weitersehen. Ein kompletter Umzug ist möglich, aber fast nie der richtige erste Schritt. Ob sich dabei eine bestehende Rufnummer mitnehmen lässt, hängt vom abgebenden Anbieter und vom Vertrag ab – das klärst du besser im Einzelfall, bevor du damit planst. Für den Weiterleitungs-Weg brauchst du es ohnehin nicht. Wenn du es einfach ausprobieren willst: 14 Tage kostenlos testen, die Weiterleitung ist in einer Viertelstunde eingerichtet.
Wann du bei deiner Telefonanlage bleiben solltest
Jetzt der Teil, den du auf Anbieterseiten selten liest. click.tools ist an mehreren Stellen die falsche Wahl, und es ist besser, das vorher zu wissen.
Wenn du eine echte Nebenstellenanlage brauchst – Durchwahlen für dreißig Mitarbeiter, Besetztlampenfeld, Warteschleifen mit Sprachmenü, Tischtelefone im ganzen Haus –, dann ist eine Cloud-Telefonanlage wie sipgate dafür gebaut und wir nicht. Wenn du sehr großes Anrufvolumen hast, kann eine klassische Anlage insgesamt günstiger sein; wir rechnen Telefonie pro Minute ab und bieten keine Flatrate. Und wenn dein einziges Ziel ist, den Monatspreis für Telefonie zu drücken, bist du bei einem reinen Telefonie-Anbieter besser aufgehoben – dafür sind wir das falsche Werkzeug und auch nicht das günstigere.
Sinnvoll wird click.tools genau dann, wenn der Anruf nur einer von mehreren Wegen ist, auf denen Kunden bei dir landen: Formular, WhatsApp, Online-Terminbuchung, Rückruf. Wenn all das in derselben Kontaktakte zusammenläuft, hört das Suchen auf – und du siehst zum ersten Mal, was du bisher verpasst hast.
Ist click.tools ein Ersatz für sipgate?
Nur teilweise, und das ist ehrlich gemeint. Eine klassische Nebenstellenanlage mit Durchwahlen, Besetztlampenfeld und Tischtelefonen ersetzen wir nicht. Was wir übernehmen, ist alles, was nach dem Klingeln passiert: Annahme durch die KI, Rückruf, Eintrag ins CRM, Terminvorschlag. Viele Betriebe betreiben deshalb beides parallel und leiten nur die unbeantworteten Anrufe weiter.
Muss ich meine bestehende Telefonanlage kündigen?
Nein. Der übliche Einstieg ist eine Weiterleitung aus dem bestehenden System – oft nur für den Fall, dass niemand abhebt. Damit bleibt alles andere unverändert, und du kannst in Ruhe schauen, ob sich der Aufwand rechnet.
Was kostet sipgate im Vergleich zu click.tools?
Die Zahlen sind schwer direkt vergleichbar, weil es zwei verschiedene Produkte sind. sipgate startet bei 12,95 € netto pro Nutzer und Monat für Telefonie, click.tools bei 97 € pro Monat für CRM, Terminbuchung, Automatisierung und Kommunikation zusammen (beides Stand 29.07.2026). Wer nur telefonieren will, fährt mit einer Telefonanlage günstiger.
Quellen & Stand
sipgate GmbH, offizielle Preisübersicht: business S 12,95 €, business L 17,95 €, business XL 22,95 € je Nutzer/Monat netto, Abrechnung ab zwei Nutzern, Zusatzanschluss 4,95 €, Festnetz ab 0,84 ct/Min., monatlich kündbar, 30 Tage Testphase. Abrufdatum 29.07.2026.
sipgate GmbH, Preisübersicht AI Agents: Medium 74,95 €/Monat mit 300 Freiminuten und 0,25 €/Min., Large 199,95 €/Monat mit 1.000 Freiminuten und 0,20 €/Min., Enterprise ab 449,95 €/Monat. Alle Preise netto, 7 Tage Testphase. Abrufdatum 29.07.2026.
click.tools Solutions GmbH, eigene Preisübersicht: Professional 97 €/Monat (1 Nutzer), Unlimited 197 €/Monat (3 Nutzer), Enterprise 397 €/Monat (10 Nutzer), Kommunikation nach Verbrauch, 14 Tage Testphase. Abrufdatum 29.07.2026.
Oldroyd/InsideSales, MIT-Auswertung 2007: Kontaktaufnahme innerhalb von fünf statt dreißig Minuten erhöht die Qualifizierungschance um das 21-Fache. Datenbasis über 15.000 Leads. Abrufdatum 29.07.2026.
Hinweis zu kursierenden Zahlen: Die häufig zitierten Angaben „22 % aller Anrufe in KMU bleiben unbeantwortet (Studie der Deutschen Telekom)“ und „67 % der Anrufer hinterlassen keine Nachricht“ ließen sich am 29.07.2026 nicht bis zu einer öffentlich auffindbaren Primärveröffentlichung zurückverfolgen. Auffindbar waren ausschließlich Sekundärquellen, überwiegend Blogbeiträge von Anbietern aus dem Bereich KI-Telefonie, die sich gegenseitig oder gar nicht belegen. Wir verwenden diese Zahlen deshalb bewusst nicht als Beleg.
Erfahrungswerte aus click.tools-Projekten (Wechselmotiv Bildungsanbieter, Gesprächsverhalten gegenüber KI-Assistenz) sind im Text als solche gekennzeichnet und ausdrücklich keine erhobenen Kennzahlen.
Wenn du das Ganze willst
click.tools bündelt CRM, Terminbuchung, KI-Telefonassistenz, WhatsApp- und E-Mail-Kommunikation, Automatisierung und Bewertungsmanagement in einer Plattform für kleine und mittlere Betriebe im DACH-Raum. Wenn dich weniger der Monatspreis deiner Telefonanlage stört als die Frage, was mit den Anrufen passiert, die niemand annimmt: vereinbare einen Democall oder sieh dir die Preise an.
Sieh dir an, wie das in echt läuft
Im Demovideo zeigen wir dir click.tools an einem echten Betrieb: Anfrage kommt rein, Termin steht, Erinnerungen laufen, nachgefasst wird automatisch. Keine Anmeldung nötig — einfach ansehen.
Demovideo ansehen

Johannes Gut
Gründer & Geschäftsführer von click.tools
Johannes baut mit click.tools die Plattform, mit der Dienstleister im DACH-Raum Termine, Anfragen und Kundenkommunikation automatisieren. Hier schreibt er über das, was er täglich mit Kunden umsetzt.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI recherchiert und verfasst und von Johannes Gut freigegeben. Alle Preise wurden am 29.07.2026 direkt bei den Anbietern geprüft und sind mit Stand angegeben; Tarife ändern sich, prüfe sie vor einer Entscheidung erneut. Wo sich eine kursierende Zahl nicht bis zu einer belastbaren Primärquelle zurückverfolgen ließ, wird das im Text ausdrücklich benannt. Aussagen aus eigenen Projekten sind als Erfahrungswerte gekennzeichnet.


